Wenn die Lebensjahre gesundheitliche Fakten schaffen, muss man sich denen stellen. Das ist leicht gesagt. Aber jetzt, wo das eingetreten ist was Sie schon längere Zeit geahnt hatten, muss Beistand von außen her. Das große Fragen beginnt. 

 

Gleichwohl jedes Geschick individuell ist, ähneln sich die Fragen. Hier haben wir für Sie aus unserer langjährigen Praxis ein paar Antworten zusammengetragen. Ein Schritt der Ihre Verunsicherungen und daraus resultierenden Ängste abbauen kann.

 

 

1. Was versteht man unter Pflegebedürftigkeit?

 

Wenn Ihre alltäglichen Verrichtungen zu einer selbstständigen Lebensführung nicht mehr ohne Hilfestellung zu bewältigen geht, dann bedürfen Sie der pflegenden Unterstützung. Als pflegebedürftig gelten SIe, wenn die Dauer dieser Einschränkungen wegen Krankheit oder Behinderung sich mindestens über den Zeitraum von einem halben Jahr erstreckt. Gemeint ist hiermit die Verrichtung der Körperpflege, der Ernährung, bei Mobilität sowie bei der hauswirtschaftlichen Versorgung.

 

2. Die Entscheidung auf Pflegeansprüche

 

Der Medizinische Dienst der Pflegekassen (MDK) beurteilt in einem Gutachten Ihren Anspruch. Darin werden die Körperpflege, die Ernährung, die Mobilität und die hauswirtschaftliche Versorgung gewertet. Der gesamte Zeitaufwand der hierfür zu erbringen ist, entscheidet über eine Bewilligung von einer der drei Pflegestufen.  

 

3. Wer ist der Kostenträger?

 

Die Krankenkassen übernehmen die Rezeptkosten der ärztlichen Verordnungen. Die Pflegekassen kommen für die I, II und III Pflegestufenkosten im gesetzlich vorgegebenen Rahmen auf. Diese Pflegessätze sind Höchstgrenzen für die Übernahmekosten. Darüber hinaus entstehende Summen werden von dem Pflegebedürfigen beglichen. Sozialhilfeträger übernehmen die Kosten für den Pflegebedürftigen bei zu geringem Einkommen und sonstiger Mittellosigkeit.

 

4. Der Antrag auf Leistungen

 

Die Krankenkassen nehmen Anträge auf Pflegeleistungen entgegen. Daraufhin wendet sich der MDK, der Medizinische Dienst der Pflegekassen an den Antragsteller zwecks Gutachtenerstellung. Auf Wunsch beraten wir und sind bei der Prüfung dabei.

 

5. Pflegemittel und technische Hilfe

 

Die Kosten für Pflegehilfsmittel werden von der Pflegekasse übernommen, wenn sie dazu beitragen die Lebensführung und die pflegerische Tätigkeit zu erleichtern. Vorausgesetzt eine der drei Pflegestufen liegt vor. Ein Eigenanteil von 10%, bzw. eine Selbstbeteiligung von 25€ ist zu erbringen. Die Zuzahlungspflicht kann in Härtefällen wegfallen. Teiweise werden Hilfsmittel mit monatlich 31€ bezuschusst. Aber auch ohne Pflegestufe kann der Arzt per Rezept diese Pflegehilfsmittel verschreiben.

 

6. Zuschuss für Veränderungen an der Wohnung

 

Zur Erleichterung und Verbesserung des Wohnumfeldes kann eine finanzielle Beteiligung der Pflegekasse erreicht werden. Auch bei eigenständiger Lebensführung ist eine Kostenbeteiligung möglich sein.

 

 

7. Teilweise private Pflege und die Pflegegeldverrechnung

 

Wählbar ist eine Kombination aus Sachleistungen und dem Pflegegeld, dass für die Angehörigen ausgezahlt wird. Diese Leistungsskombination wird mindestens ein halbes Jahr gewährt. Ein Anspruch auf Verhinderungspflege von maximal 28 Tagen pro Jahr besteht, wenn Angehörige mindestens ein Jahr pflegend tätig waren und ihrerseits erkranken oder in Urlaub fahren. Diese Aushilfsleistung würden wir übernehmen und mit der Kasse direkt abrechnen. 


8. Erweiterung des Pflegeaufwandes

 

Bei Erhöhung des Pflegebedarfs kann eine Höhereinstufung beantragt werden. Bei Bewilligung ist die Versorgung umfassender.


 

9.  Bekommt der Pflegedienst einen Wohnungsschlüssel?

 

Nur bei erhöhten Pflegebedarf und der damit einhergehenden Erschwernis selbstständig die Wohnungstür zu öffnen, wäre eine Aushändigung ratsam.

 

                            

                 



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